Chronik der Feuerwehr Fernitz

Für Sie im Einsatz seit 1881

Der erste urkundlich erwähnte Brand in Fernitz ereignete sich am 16. März 1826, forderte 4 Menschenleben, zerstörte 30 Häuser und 34 Wirtschaftsgebäude.

Im Jahr 1850 wurden für die Gemeinde Fernitz folgende Feuerlöschwerkzeuge von der „Bezirksobrigkeit Liebenau“ angeschafft:

Es sollte dennoch bis zum Jahre 1881 dauern, bis die Gemeinde den Willen äußerte – und sich genügend Mitglieder fanden – um eine Feuerwehr in Fernitz zu gründen.

Mit einem Klick auf die jeweiligen „Kapiteln“ erfahren Sie mehr über die Geschichte unserer Feuerwehr.

Viel Spaß bei einer kleinen Zeitreise!

1999

Anschaffung eines 8 kVA Notstromaggregates.

Es bestand die Befürchtung, dass es beim Jahreswechsel von 31.12.1999 auf 01.01.2000 auf Grund des zweistelligen Jahreskodierungssystems zu massiven Computerausfällen kommen könnte. Das führte dazu, dass landesweit alle Feuerwehrhäuser besetzt wurden, um im Alarmfall rasch agieren zu können. Der sogenannte „Millennium-Bug“ trat jedoch nicht ein. Nichts desto trotz rückte die Feuerwehr gegen 22:00Uhr zu einem Verkehrsunfall nach Hausmannstätten aus.

1998

12 Brandeinsätze und 35 technische Einsätze waren zu bewältigen.
9289 Stunden wurden von den Mitgliedern geleistet.
Mit den Einsatzfahrzeugen wurden 3003 Kilometer zurückgelegt.

1997

Ein Wolkenbruch am 5. September gegen 20 Uhr bescherte der Feuerwehr 21 Einsatzadressen im Ortsgebiet. Gemeinsam mit den Feuerwehren Gnaning, Gössendorf und Thondorf wurden zahlreiche Keller ausgepumpt und über 1000 Sandsäcke verlegt. Die letzten Einsatzkräfte rückten erst gegen 4 Uhr früh wieder ins Rüsthaus ein.

Um eine sichere Alarmierung zu gewährleisten, werden 10 Personenrufempfängern der Marke Motorola angeschafft. Beim Neubau der Murbrücke wird auf Initiative von HBI Gottfried Mekis eine Slipanlage für Zillen und Einsatzboote errichtet.

Für Einsatztaucher Erwin Eibl wurde eine Tauchausrüstung angeschafft.

Für die Feuerwehrmitglieder und freiwillige Helfer (bei Einsätzen, Festen usw.) wurde ein verbesserter Versicherungsschutz in Kraft gesetzt.

Die Feuerwehr startet für Privathaushalte eine Aktion zur Anschaffung von Heimrauchmeldern.

1996

Gottfried Mekis wurde bei der Wehrversammlung in seiner Funktion als Kommandant wiedergewählt. Sein Stellvertreter, OBI Josef Kurzmann vulgo Keppl kandidierte nach 15 Jahren nicht mehr für diese Funktion. Zum neuen Kommandant-Stellvertreter wurde der bisherige Kassier, Markus Hubmann gewählt.

Nach einer Änderung der Dienstanweisung des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark wurden neue Schutzjacken und Schutzhosen angekauft, die bei Einsätzen mit Flammenberührung zu tragen sind.

Der Feuerwehrausflug führte ins Feuerwehrmuseum nach Groß Sankt Florian und anschließend in einen urigen Buschenschank.

1995

Ein hydraulisches Rettungsgerät (Schere Spreitzer) wurde angeschafft und im KRFB verlastet. Gegen Ende des Jahres kam dieses Gerät bei einem Verkehrsunfall in Mellach bereits zum ersten Mal zum Einsatz.

Bei einem Wohnungsbrand am Fernitzer Ring zeigte sich erneut, dass die Zufahrtswege zu klein und zu eng dimensioniert sind.

Mit dem Ankauf und Installation des Programmes WIN-FES erfolgt von nun an das komplette Berichtswesen in digitaler Form. Die Datenübermittlung mit dem Landesfeuerwehrverband erfolgt mit einem 56K Modem.

Erstmals nach 15 jähriger Pause wurde unter der Leitung von LM Erwin Eibl wieder ein Wettkampfgruppe für das Feuerwehrleistungsabzeichen (FLA) auf die Beine gestellt. Nach zahlreichen Übungen konnte beim Bezirksbewerb im Deutschfeistritz ein schöner Pokal errungen werden. Dieser Pokal wurde zu Hause natürlich stolz präsentiert. Beim Landesbewerb wurde in „Bronze“ voll abgeliefert und der Bewerb mit 0-Fehlerpunkten absolviert. In der Wertung „Silber“ schlug jedoch der Fehlerteufel zu und wir konnten die Mindestpunktezahl leider nicht erreichen. Mit dem fehlerfreien Durchgang verlor OBI Josef Kurzmann jedoch seine eingegangene Wette und spendierte der Wettkampfgruppe eine köstliche Jause.

1994

Im Ausschuss wurde der Beschluss gefasst, auch Frauen als aktive Mitglieder in der Feuerwehr aufzunehmen. Dennoch sollte es bis November 1995 dauern bis mit Theresia Simitsch die erste Frau ihren Dienst begonnen hat.

In diesem Jahr hat auch die EDV Einzug in die Feuerwehr Fernitz gehalten und d

Am Rüsthaus wurde die Fassade und das Dach umfassend renoviert. Die Blitzschutzanlage wurde auf den neuesten Stand gebracht.

Der Ausflug führte uns zur Partnergemeinde Somogyjad nach Ungarn.

1993

Anstelle des Feuerwehrballs wurde der 1. Florianifrühschoppen im Pfarrzentrum abgehalten. Landeshauptmann Dr. Josef Krainer besichtigte im Zuge dessen auch das Feuerwehrhaus.

Beim Hochwasser am 24. und 25. Oktober galt es den Murdamm mit Sandsäcken zu sichern und Schwemmgut aus dem Mühlgang zu entfernen. In der Folge wurde auch über das späte, bzw. rechtzeitige Absenken des Staupegels im Kraftwerk Mellach heftig diskutiert.

Für Schulungszwecke wurde ein Fernsehgerät und ein Videorecorder angeschafft.

1992

Nach 26 Jahren als Kommandant zieht sich HBI Johann Kollmann aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand zurück. In der anschließenden Wahl wird HBM Gottfried Mekis zum neuen Kommandanten gewählt.

Als eine der ersten Feuerwehren in der Steiermark wurde ein Hochdrucklüfter angeschafft. Dieser Lüfter dient zur Rauchfreimachung bei Bränden in Innenräumen. Anfangs von anderen Feuerwehren noch etwas belächelt, ist dieser Lüfter mittlerweile Standard in der Brandbekämpfung.

Durch die fehlenden Räumlichkeiten fand in diesem Jahr der vorläufig letzte „Fernitzer Feuerwehrball“ statt.

1991

Die aufgelassene öffentliche Kühlanlage wurde umgebaut und ins Feuerwehrhaus eingegliedert. Darin sind neben sanitären Einrichtungen auch die Spinde mit den persönlichen Schutzausrüstungen der Feuerwehrkameraden untergebracht. Alle notwendigen Arbeiten dafür (herstellen der Mauerdurchbrüche, Absenken des Bodens, Malerarbeiten usw.) wurden von den Kameraden in Eigenregie durchgeführt. Am 15. August erfolgte die Einweihung der neuen Räumlichkeiten

Besuch einer Abordnung bei der Feuerwehr in Triest. Besichtigt wurde neben der Feuerwehr auch die Wallfahrtskirche „Monte Grisa“, der Heldenfriedhof Retipuglia, eine Schiffswerft und das von von Erzherzog Ferdinand Maximilian von Österreich erbaute Schloss Miramare.

1990

Für mittlerweile 648 Objekte im Löschbereich der Feuerwehr Fernitz gibt es Alarmpläne die in schriftlichen Form in den Einsatzfahrzeugen mitgeführt werden. HBM Gottfried Mekis zeigt sich für die Ausarbeitung und laufende Aktualisierung verantwortlich.

HBI Johann Kollmann wird für sein 25 jähriges Jubiläum als Kommandant von Hofrat Heinz Konrad mit dem Verdienstkreuz des Landes Steiermark und mit einer Florianstatute geehrt.

Unter der Rubrik „gelebtes Brauchtum“ holen einige Kameraden Ende April spät nachts den fertig geschnitzten Maibaum der Feuerwehr Gnaning und bringen ihn nach Fernitz. Die dadurch hervorgerufenen Unstimmigkeiten und Turbulenzen konnten nur mit viel Fingerspitzengefühl und in mühevoller Kleinarbeit gelöst werden. Letzten Endes konnte die Feuerwehr Gnaning am 30. April ihren Maibaum aufstellen.

Die Jugendgruppe nahm neben dem Landesfeuerwehrtag in Admont auch am Landesbewerb in Tirol teil.

Eine Abordnung der Feuerwehr Triest besucht die Feuerwehr Fernitz

1989

Die Fahne der Feuerwehr Fernitz aus dem Jahr 1908 wurde auf Initiative von Dr. Pongratz aufwendig restauriert und neu geweiht.

1988

Erstmalig findet die jährliche Wehrversammlung im Ernst Kemmer Saal im Feuerwehrhaus statt.

1986

Zahlreiche Einsätze nach massiven Schneefällen Anfang Februar führten die Feuerwehr Fernitz bis ins Grazer Stadtgebiet.

Brände im Schloss Waasen und im Agrarspeicher in Kalsdorf erforderte den Einsatz des TLF 4000 und schwerem Atemschutz.

Bei einem Traktorunfall im Fischmeistergraben wurden 2 Personen gerettet.

Erstmalig trat in diesem Jahr eine Feuerwehr-Jugendgruppe aus Fernitz zum Landesjugendleistungsbewerb an und konnte das begehrte Abzeichen in Bronze erringen. Die Hindernisbahn für das Training wurde im Park entlang der Murbergstraße aufgebaut.

1985

Die im Dachgeschoss freigewordene Wohnung wird zu einem Sitzungssaal umgebaut. Kamerad HBM Ernst Obenaus Kemmer leistete bei diesem Umbau die meisten ehrenamtlichen Stunden. Ihm zu Ehren wurde später der Sitzungssaal in „Ernest Kemmer Saal“ umbenannt.

1984

Der praktische Arzt Dr. Alfred Dieter Pongratz tritt als Mitglied in die Feuerwehr Fernitz ein. Seine Praxis ist im selben Gebäude wie die Feuerwehr untergebracht. Er steht der Feuerwehr nicht nur als Arzt sondern auch als Einsatzfahrer und Maschinist zur Verfügung.

Ebenfalls kauft Dr. Pongratz auf eigene Kosten einen „Hommel“, ein Nachschlagewerk für gefährliche Stoffe an. Der Wert dieser 3 Bände betrug damals 12.000,- Schilling.

Zur Bewegung von Lasten werden pneumatische Hebekissen angeschafft. Ein nach einem Eisenbahnunfall eingeklemmter Lokführer am Bahnhof Kalsdorf konnte damit schonend gerettet und aus seiner misslichen Lage befreit werden.

Peer Halbwirth, langjähriger Zeugwart in der Feuerwehr Fernitz verstirbt im Dezember. Er bewohnte eine kleine Dienstwohnung im Dachgeschoss des Feuerwehrhauses.

1983

Aufgrund der steigenden Anzahl von technischen Einsätzen wurde ein Kleinrüstfahrzeug mit Bergesatz „KRF-B“ angekauft. Als Basisfahrzeug diente ein VW LT 35 mit 90 PS.

Für die Alarmsirene wurde im Rüsthaus eine Notstromeinspeisung installiert.

1982

In diesem Jahr wurden durch den Zeugwart (heute: Maschinen und Gerätemeister) 239 Sunden nur für Wartung und Instandsetzung aufgewendet.

Kamerad Manfred Prattes zum ersten Jugendwart in der Feuerwehr bestellt.

1981

Das neue Tanklöschfahrzeug „TLF 4000“ wird von Pfarrer Franz Kober am 1. Juli feierlich eingeweiht. Basisfahrzeug dafür war ein Steyr 791 Allrad mit 160 PS. Für die Finanzierung wurde dazu der Oldtimer an die Firma Lohr verkauft, und das alte TLF 1000 wurde generalüberholt und an die Feuerwehr Ganing verkauft.

Der Einsatz bei einem Großbrand nach Blitzschlag bei der Firma Kunststoffe Faszl forderte 11 Feuerwehren. Die benötigten Sonderlöschmittel wurde aus dem ganzen Bezirk nach Fernitz gebracht.

Erstmalig findet die Wehrversammlung im Pfarrsaal statt.

1980

Das Rüsthaus wird modernisiert. Im Zuge dessen werden auch ein WC und eine Waschgelegenheit installiert.

Unter der Leitung von Löschmeister Walter Planinschitz nimmt eine Gruppe an mehreren Orientierungsmärschen teil, wobei sie gute Platzierungen und schöne Pokale erringen können.

Zum ersten mal in der Geschichte der Feuerwehr traten Jungfeuerwehrmänner in die Feuerwehr ein.

1979

Von Bürgermeister Alfred Wenemoser wurde für die Gemeinde Fernitz der „Wassernotstand“ ausgerufen. Von März bis Juni wurden von der Feuerwehr Fernitz mit dem Tanklöschfahrzeug 40.000 Liter Trinkwasser zugestellt.

Ein voll beladener Betonmischwagen ist in der Fernitzerstraße neben der Murbrücke umgestürzt. Die Bergung gestaltete sich sehr mühsam da erst die Mischtrommel aufgeschnitten und das Betongemisch aus der Trommel entfernt werden musste.

1978

Ankauf und Inbetriebnahme des Kleinlöschfahrzeuges „KLF“ Chevrolet Sportfan. Durch die Veranstaltung von Bällen und einem Preiskegeln konnte ein Teil der Kosten selbst aufgebracht werden.

1977

Mi dem Ausbau der Ortwasserleitung wurden auch die Standorte der Hydranten festgelegt. Die Kosten für die Errichtung der Hydranten wurden von der Gemeinde getragen.

1976

Ankauf von 3 schweren Atemschutzgeräten. Die Feuerweht Fernitz zählte damit zu den ersten Feuerwehren in der Steiermark die mit „umluftunabhängigen Atemschutzgeräten“ ausgerüstet war. Ein Meilenstein in der Brandbekämpfung.

1975

Die Kameraden Anton Hörzer, Wolfgang Hörzer und Kurt Krompaß restaurierten den Feuerwehr-Oldtimer Baujahr 1918. Der fahrbereite Oldtimer war ein gern gesehener Gast und so kam er unter anderem beim Landesfeuerwehrtag in Graz und bei der Stadterhebung in Trofaich zum Einsatz.

1972

Hochwassereinsatz entlang des Murdammes. Von der Murbrücke bis zur Mühlgangschleuse wurden 1300 Sandsäcke verlegt, dadurch konnte ein Dammbruch verhindert werden. Der Ferbersbach trat dennoch über die Ufer und überflutet Unterfernitz.

1971

Im Rahmen der 90 Jahr Feier wurde das Tanklöschfahrzeug bei einem Festakt geweiht und offiziell in Dienst gestellt. Die Fahrzeugpatinnen konnten dabei eine Spende von 19.000,- Schilling übergeben.

Begräbnis von Ehrenbezirksfeuerwehrkommandant Kommerzialrat Gewerke Franz Purkarthofer der 69 Jahre im Dienste der Feuerwehr stand, davon 18 Jahre als Kommandant.

1970

Ankauf eines gebrauchten Tanklöschfahrzeuges (Opel Blitz) mit einem 1000 Liter Wassertank. Kostenpunkt 350.000,- Schilling. Die Finanzierung erfolgte durch die Gemeinde Fernitz: 165.000,- Schilling, Beihilfe Land Steiermark: 60.000,- Schilling, Feuerwehr Fernitz: 50.000,- Schilling. Die fehlenden 75.000,- Schilling wurden durch Spenden und Sammlungen erzielt.

Der erste Einsatz für das Tanklöschfahrzeug erfolgte beim Großbrand beim Landwirt Johann Pucher in Mellach.

Der Murdamm ist südlich der Mühlgangschleuse eingebrochen und überflutete große Teile von Unterfernitz und Enzelsdorf. Zur Instandsetzung des Dammes kamen Pioniere des Bundesheeres zum Einsatz.

Erstmals waren in diesem Jahr mehr technische Einsätze als Brandeinsätze zu bewerkstelligen.

1969

Nach einem Wolkenbruch trat der Ferbersbach über die Ufer und überschwemmte den Ortsteil Unterfernitz auf einer Länge von 600 Meter über 1 Meter hoch. Zahlreiche Menschen und Tiere mussten in Sicherheit gebracht werden. Einige Brunnen mussten im Nachhinein ausgepumpt und mit Chlor desinfiziert werden.

Beim Großbrand des Wirtschaftsgebäudes von Josef Zöllner, Gasthofbesitzer in Fernitz forderte den Einsatz von 9 Feuerwehren, 2 Tanklöschfahrzeugen, 8 Tragkraftspritzen und 117 Mann.

1968

Großbrand bei Johann Schenk, vulgo Schenk. Neben der Feuerwehr Fernitz standen weitere 12 Feuerwehren im Einsatz. Durch den massiven Löschangriff konnte ein Teil des Wirtschaftsgebäudes gerettet werden.

1967

Im Rüsthaus wurde ein Telefonanschluss errichtet.

1966

Von 18. bis 20. August wurden bei insgesamt 11 Hochwassereinsätzen zahlreiche Menschen und Tiere gerettet und evakuiert. Zusätzlich im gesamten Jahr waren 11 Brandeinsätze und 4 technische Einsätze abzuarbeiten.

Ankauf einer Tragkraftspritze „TS8-Automatik 75 VW/ST“. Diese Tragkraftspritze stand bis ins Jahr 1998 im Einsatz.

Für die Errichtung der neuen „Feuerwehrschule“ wurde erstmal die Gemeinde Fernitz in Betracht gezogen.

1965

Nach einem Blitzschlag stand das Wirtschaftsgebäude der Familie Muhry im Vollbrand. Neben der Feuerwehr Fernitz waren auch die umliegenden Wehren Gnaning, Hausmannstätten, Gössendorf, Thondorf und Kalsdorf mit insgesamt 73 Mann im Einsatz.

Ein weiterer Brand im Magazin des Kaufhauses Merkt forderte den Einsatz von 7 Feuerwehren. Zu zahlreichen Hochwassereinsätzen im Ortsgebiet wurde die Feuerwehr am 19. und 20. Mai sowie 20. August alarmiert.

1964

Mit der Verwendung von Funkgeräten in den Reihen der Feuerwehr wurden in diesem Jahr erstmals Funkübungen abgehalten.

Die Wettkampfgruppe, bestehend aus den Mitgliedern Ernst Obenaus-Kemmer, Ernst Trebitsch, Christian Berger, Hubert Kohlhammer, Johann Trummer, Johann Lechmann, Josef Stering, Karl Schiretz und Karl Großschädl errangen beim Bundesfeuerwehrleistungsbewerb in Wien das begehrte Leistungsabzeichen. Damit alles reibungslos läuft wurden 28 Übungen abgehalten. Laut dem Trainer der Gruppe, Ernst Obenaus-Kemmer wurde dabei so eifrig geübt, dass auf der Wiese kein Gras mehr wuchs.

1960

Vom Landesfeuerwehrverband wurde im Kinosaal ein Vortrag mit Lichtbildern über den Stand und die Ausbildung der Feuerwehren zur Brandverhütung abgehalten.

Am 19. Juni wurde das neue KLF, ein Ford FK-1250 bei der Firma Rosenbauer in Linz abgeholt.
Feierlich eingeweiht wurde das Fahrzeug dann am 7. August.
Von der Firma Franz Purkarthofer wurde ein namhafter Geldbetrag für die Anschaffung zur Verfügung gestellt.

1958

Bei einem tragischen Arbeitsunfall ist der Kamerad Franz Greiner tödlich verunglückt. Seinen Arbeitskollegen Brugger konnten die beiden Feuerwehrmänner Löschmeister Ernst Müller und Oberfeuerwehrmann Franz Kratzer im letzten Augenblick vor dem sicheren Tode aus der hochwasserführenden Mur retten. Für diese Lebensrettung und ihren Mut wurde die beiden Kameraden beim Landesfeuerwehrtag in Judenburg mit dem Verdinestkreuz in Silber für Lebensrettung ausgezeichnet.

Die Höhe der Mitgliedsbeiträge wurden geändert, aktive Mitglieder mussten einen Beitrag von 10 Schillingen, unterstützende Mitglieder 20 Schillingen leisten.

1956

Der Opel Blitz wurde von Pfarrer Prucher geweiht. Ein traditioneller Festzug und die Vorführung aller Löschgeräte rundeten den Festakt ab.
Für Unterhaltung wurde anschließend im Kinosaal von Franz Purkarthofer gesorgt.

1955

In diesem Jahr wurde ein Opel Blitz angekauft.
Eines der besten Feuerwehrfahrzeuge seiner Zeit.
Der feuerwehrtechnische Aufbau wurde von der Firma Rosenbauer in Linz hergestellt.
Die Hochdrucknebelpumpe erzeugte dabei eine Leistung von 200 Liter/Minute bei 40 atü und selbst die Mitteldruckpumpe brachte beachtliche 750 Liter/Minute bei 10 atü.

1954

Beim Brand am Dach der Pfarrkirche in Fernitz wurde mit 32 Mann ausgerückt.
Auch beim Wirtschaftsgebäudebrand bei Hasiba in Gnaning waren 24 Kameraden zur Stelle um das Feuer zu löschen.

1952

Am 14. September 1952 wurde das neue Rüsthaus feierlich eingeweiht.
Zu diesem Festakt kamen Kameraden der umliegenden Feuerwehren. Vor dem Kriegerdenkmal wurde eine Defilierung abgehalten.
Ein Vorführung aller Gerätschaften rundete diese Veranstaltung ab.

1950

Die Leitung der Feuerwehr stellt an die Gemeinde den Antrag, dass die an das Rüsthaus angebaute Milchhalle anderweitig einzurichten und die im Rüsthaus untergebrachte Getreideputzmühle an einem anderen Standort unterzubringen.

Begründet wurde dieser Antrag einerseits damit, dass durch das ständige Auswaschen der Milchkannen den Mauern des Rüsthauses sehr viel Feuchtigkeit zuführt und es dadurch zu einer erhöhten Rost und Schimmelgefahr an der Ausrüstung kommt. Andererseits ist die Getreideputzmühle eine ideale Brutstätte für Mäuse und Ratten die vor den Feuerwehrschläuchen und anderen Geräten nicht halt machen.

Die Verhandlungen mit der Gemeinde führten schließlich zu einem Neubau des Rüsthauses. Bauern und Gewerbetreibende leisteten Materialspenden, Die Feuerwehrkameraden arbeiteten unentgeltlich. Das E-Werk Purkarthofer stellte bei aus Widerruf den elektrischen Strom zur Verfügung.

In der Mansarde wurde für den Gerätewart Peter Halbwirth eine Dienstwohnung eingerichtet.

1948

Bei den Wertungsübungen, verbunden mit einem Sommerfest, waren 11 Feuerwehr-Vereine mit 248 Mann anwesend.
Die Löschrgruppe unter dem Kommando von Löschmeister Alois Lenz siegte dabei vor der Gruppe aus Kalsdorf.

Beim Bezirksfeuerwehrtag in Fernitz waren dann bereits 22 Vereine mit 636 Mann anwesend.
Auch dabei konnte die Löschgruppe aus Fernitz den 1. Platz erreichen.

1947

Josef Riedl übernahm von Franz Zöllner die Leitung der Feuerwehr. Das Rüsthaus, welches bis ins Jahr 2009 in Verwendung der Feuerwehr stand, wurde errichtet.

Vom Landesfeuerwehrinspektorat wurde der Feuerwehr Fernitz ein englisches Auto, ein FORD Kananda zugewiesen.

Der Mitgliederstand in diesem Jahr betrug 51 Aktive, 15 Musiker und 5 unterstützende Mitglieder.

1946

Ernst Obenaus und Karl Purkarthofer kehrten 1946 aus englischer Kriegsgefangenschaft heim und wurden in die Feuerwehr aufgenommen.

1939-1945

Aus diesen Jahren liegen leider nur sehr wenige Aufzeichnungen vor. Wie alle Feuerwehren wurde auch die in Fernitz in die „Deutsche Feuerhilfspolizei“ eingegliedert. Der Einsatzbereich wurde um den Luftschutz erweitert.

In Fernitz selbst erlitt in dieser Zeit das sogenannte „Doktor-Haus“ einen schweren Bombentreffer.

Gegen Ende des Krieges wurden im Jahr 1944 durch den damaligen Kreisführer Franz Purkarthofer noch dringend benötigte Ausrüstungsgegenstände wie Strahlrohre, Einreißhaken, Rauchfilter, Wegmacherhauen und Benzinkanister an die Feuerwehr Fernitz ausgefolgt.

Auch ein Angebot über ein „Leichtes Löschgruppenfahrzeug mit Tragkraftspritzenanhänger“ wurde von der Firma Rosenbauer eingeholt.

1938

Am 22. Mai 1938 wurde die hiesige Feuerwehr beim stetig steigenden Hochwasser zur Hilfeleistung gerufen. Bei zahlreichen Besitzern war der Viehbestand durch das Hochwasser in Gefahr.

Auch die Straße nach Kalsdorf wurde durch das Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen. Um zu einem Brand in das dortige Lapp-Finze Werk zu gelangen, musste die Straße erst mit Pfosten ausgebessert werden.

Erstmalig nahm eine Löschgruppe in diesem Jahr an einem Bezirkswettkampf in Weiz teil, bei dem der 6 Platz erreicht werden konnte. Um nach Weiz zu kommen, stellte Hauptmann Franz Purkarthofer sein Auto zur Verfügung.

Aufgrund gegen ihn gerichteter Angriffe legte Hauptmann Purkarthofer am 23. August 1938 die Wehrleitung zurück und beauftrage in seiner Funktion als Bezirksschriftführer seinen Stellvertreter Josef Zöllner mit der kommissarischen Weiterführung der Feuerwehr.

1937

Bei der 50 jährigen Bestandsfeier des Feuerwehrbezirkes „Südliche Umgebung Graz“ wurde dem Hauptmann Franz Purkarthofer die „goldene österreichische Verdienstmedaille“ durch Hofrat Dr. Rochelt verliehen.

Von den Kameraden der Feuerwehr Fernitz wurde der Hauptmann für seine Verdienste mit einem Ehrendegen geehrt. Dieser Ehrendegen wird seither von der Wehrversammlung an den jeweiligen amtierenden Kommandanten unserer Feuerwehr überreicht.

1935

Zur Schulung und Aufklärung wurde im Kinosaal ein Film mit anschließendem Vortrag abgehalten.

Bei der Jahreshauptversammlung beklagte Hauptmann Franz Purkarthofer, dass bei Übungen speziell die jüngeren Mitglieder vermehrt ausbleiben. Er merkt an, dass es gerade für die jüngeren Mitglieder unbedingt notwendig ist bei Übungen teilzunehmen.

1934

Erstmalig wurde über den Ankauf einer Sirene für das Feuerwehr beraten.

1933

Einige Mitglieder der Feuerwehr besuchen erstmalig einen sogenannten „Rauchschutzkurs“ in Graz.
Dieser Kurs ist ein Vorläufer des heutigen „Atemschutzgeräteträger-Lehrgang“ an der Feuerwehr und Zivilschutzschule Steiermark.

1932

Auf Antrag des Herrn Dobida wird beschlossen, dass Mitglieder bei einem auswärtigen Brand mit ihren Motorrädern vorausfahren und am Einsatzort einen entsprechenden Platz für das folgende Rüstauto sichern.

1931

Beim 50 jährigen Gründungsfest, zu dem 564 Feuerwehrmänner aus nah und fern kamen, wurde die neue Motorspritze eingeweiht.

Auf Antrag des Hauptmannes wird beschlossen, dass Mitglieder, welche gar nicht ausrücken, aus der Feuerwehr auszuschließen.

1930

In diesem Jahr wurde der Beschluss gefast, dass wenn der Brand im Ort Fernitz ist, das am Kirchturm mit 3 Glocken zu läuten ist.

1928

Unter Hauptmann Franz Purkarthofer wurde das Rüstauto angekauft.
Der notwendige Umbau wurde in der Werkstatt des Herrn Purkarthofer durchgeführt.

1926

In diesem Jahr beschloss die Vollversammlung einstimmig nur „bodenständige Mitglieder“ in die Reihen der Feuerwehr aufzunehmen.
Ebenso wurde der Beschluss gefasst, dass unterstützende Mitglieder einen Betrag von 5 Schillingen pro Jahr zu bezahlen haben.

Am 15. August 1926 wurde bei der 2. Feuerwehrübung des Jahres erstmalig das neue Rüstauto in Betrieb genommen.

1924

Bisher rückte man mit der Motorspritze immer mit einem Pferde-, oder Ochsengespann aus.
Erstmalige wurde diese Motorspritze 1924 an ein Auto angehängt und zum Einsatzort gebracht.

1923

Am 30. Juli wurde die neue Motorspritze von Puntigam nach Kalsdorf gebracht. Die Überführung von Kalsdorf nach Fernitz erfolgte dann mit der Feuerwehrmusik. Das Spritzenhaus wurde im Vorfeld bereits von den Mitgliedern Peter Halbwirth und Steirer und zahlreichen Gehilfen umgebaut.

Beim Bezirksfeuerwehrtag, der in Fernitz stattgefunden hat, wurde die Motorspritze von zahlreichen Ehrengästen und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung feierlich eingeweiht.

Am 2. September brach ein Brand beim Wirtschaftsgebäudes der Familie Lormann aus. Dabei kam die neue Motorspritze das erste mal zum Einsatz.

1922

Am 3. Oktober brach gegen 22:30 Uhr beim Hoffmann in Fernitz ein Feuer aus.
Durch das Einschreiten der Ortsfeuerwehr konnte der Brand innerhalb von 2 Stunden gelöscht werden.

1921

Auf Veranlassung des Hauptmannes Franz Purkarthofer wurde eine Rettungsabteilung gegründet, die bis ins Jahr 1938 bestand.

1920

Franz Purkarthofer junior, der spätere „Gewerke Purkarthofer“ wurde Hauptmann der Feuerwehr und führte dieses Amt bis 1938 aus.

1919

1919 zählte 59 ausübende Mitglieder und 16 Musiker zum Mannschaftsstand.

Franz Purkarthofer junior regte an ein „modernes Löschgerät“ in Form einer Benzinmotorspritze anzuschaffen.
Dafür spendete er als Grundstein den Betrag von 1000 Kronen.

1917

Die Kameraden Franz Birnstingl, Reinprecht Leopold und Georg Wagner, allesamt Grundbesitzersöhne, sind während des 1. Weltkrieges auf dem Feld der Ehre gefallen.

1909

Die Witwe des Spritzenzugführers und Gründungsmitglieds Anton Nusser erhielt 50 Kronen aus der Jubiläumsstiftung des Kaisers.

1908

Mathias Krenn, Schneidermeister in Fernitz und Mitglied der Feuerwehr spendet der Feuerwehr eine Fahne.
Diese Fahne wurde von Hochwürden Pfarrer Maximilian Peinlich geweiht.
Frau Elisabeth Purkarthofer stand als Fahnenpatin zur Verfügung und spendete dafür ein wertvolles Fahnenband.
Diese Fahne kostete damals über 600 Kronen, die unterstützenden Mitglieder spendeten dafür 57 Kronen.

Für 600 Kronen hätte man im Jahr 1908 unter anderem auch kaufen können:

Der Durchschnittsverdienst eines Handwerkers lag 1908 bei 3,16 Kronen pro Tag.

1907

Der „Zeugwärter“ der Feuerwehr Fernitz, Alois Trummer vulgo Lenz, Mitglied seit dem Jahr 1886, stürzte von einer Leiter und ist im Spital während einer Operation verstorben.

1906

1906 wurde das 25 jährige Gründungsfest gefeiert.

Auf der Grazer Herbstmesse hat die Feuerwehrkapelle den 1. Platz errungen.

Verdiente Mitglieder der Feuerwehr erhielten eine Ehrenmedaille, die von seiner k.u.k. Majestät, Kaiser Franz Josef gestiftet wurde.

1903

In diesem Jahr wurden die Mitglieder der Ortsmusikkapelle St. Ulrich in die Feuerwehr Fernitz aufgenommen.
Diese Feuerwehrmusik ist bis heute fester Bestandteil unserer Feuerwehr.

1899

Das Gründungsmitglied uns der erste Hauptmann der Feuerwehr Fernitz verstirbt 1899.
Sein Grabstein ist rechts des Südeinganges unserer Wallfahrtskirche „Maria Trost zu Fernitz“ eingemauert.

1894

Am 24. Juni 1894 wurde der Bezirksfeuerwehrtag mit einer großen Schauübung in Fernitz abgehalten.
Franz Purkarthofer senior, Gasthausbesitzer in Fernitz, wird neuer Hauptmann der Feuerwehr und führt dieses Amt bis 1920 aus.

1889

Anton Truchses, Grundbesitzer in Fernitz, wird neuer Hauptmann der Feuerwehr Fernitz.
Er führt diese Amt bis ins Jahr 1894 aus.

1885

Am 11. Mai 1885 brannte das Wirtschaftsgebäude der Frau Barbara Purkarthofer.

Am 26. Juni 1885 brannte die Winzerei des Herrn Franz Lex in Gnaning.

Mitgliederstand der Feuerwehr:

  • 39 ausübende Mitglieder, davon 15 in der „Wehrleitung“
  • 32 unterstützende Mitglied

Mit Dr. Moritz Kaupp ist auch ein praktischer Arzt Mitglied der Feuerwehr.

Der Wert des gesamten Inventars wurde damals mit 500 Gulden angegeben.

1883

In diesem Jahr wurde die erste Andruckspritze um 1.221,- Gulden angekauft.

1881

Am 31. Mai 1881 sendete der „Obmann des Feuerwehr Comites“ Ferdinand Heinrich ein Ansuchen zur Genehmigung einer Feuerwehr für die Gemeinde Fernitz an die „Hohe k.u.k Stadthalterei“ in Graz.
Am 6. Juni 1881 wurde nach Vorlage der Statuten die Genehmigung dazu erteilt.
Hauptmann war damals Heinrich Friedrich, Mühlenbesitzer der Aumühle, der dieses Amt bis 1889 ausübte.